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Kammerwinkel-Mikroskopie (Gonioskopie)

Die Gonioskopie dient der Beurteilung des Übergangs von der individuell gefärbten Iris (Regenbogenhaut) zur durchsichtigen Hornhaut. Diese Region stellt den äußeren Bereich der vorderen Augenkammer dar und wird als Kammerwinkel bezeichnet.

Im Auge wird vom sog. Ziliarkörper ständig das Kammerwasser produziert, das für die Ernährung bestimmter Strukturen im Auge erforderlich ist und die Höhe des Augeninnendrucks bestimmt, der sich aus dem Verhältnis von Neubildung und Abfluss des Kammerwassers ergibt. Die Strukturen des Kammerwinkels sind für den Abfluss des Kammerwassers und damit für die Regulierung des Augeninnendrucks entscheidend.

Besonderheiten in Form und Aufbau des Kammerwinkels können Hinweise auf bestehende oder drohende Krankheitsbilder geben.

Das Verfahren

Nach örtlicher Betäubung durch Augentropfen wird ein Kontaktglas (Gonioskop) aus das Auge aufgesetzt, das meist über spezielle eingebaute Spiegel eine Beobachtung der Strukturen des Kammerwinkels an der Spaltlampe ermöglicht.

Die Gonioskopie sollte eingesetzt werden bei:

  • allen Formen des Glaukoms
  • Zustand nach
    • Verletzungen
    • schweren Entzündungen
    • Operationen
  • Suche nach angeborenen Anomalien

Ihr Nutzen

Die Gonioskopie kann Hinweise liefern zur situationsgerechten Therapie verschiedener Augenerkrankungen - insbesondere bestimmter Formen des Glaukoms.